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15. Troubleshooting & FAQ

Diese Sektion hilft dir, die häufigsten Fragen rund um Klariton selbst zu lösen — bevor du ein Support-Ticket aufmachst. Klariton ist ein beratender Layer über deiner bestehenden Shop- oder SaaS-Seite: Du bringst Wissen rein, Klariton macht daraus quellenbelegte Antworten (BIQs) und spielt sie über kleine Touchpoints (FAQ, Chat-Advisor, Infobox) auf deiner Seite aus. Die meisten Probleme entstehen an genau diesen Übergängen — beim Einbetten, beim Veröffentlichen oder bei Übersetzungen.

Jeder Fall unten folgt demselben Muster: kurze Erklärung, woran es liegt, dann die konkreten Schritte zur Lösung.

Best Practice: Bevor du den Support kontaktierst, prüfe zwei Dinge: (1) den Lifecycle-Status der betroffenen BIQ — steht sie wirklich auf Veröffentlicht? — und (2) die Origin-Whitelist deiner Organisation, falls ein Touchpoint auf deiner Seite gar nicht erscheint. Diese beiden Checks lösen die große Mehrheit aller Fälle.


(LIVE)

Wenn der Touchpoint (FAQ, Chat-Advisor oder Infobox) auf deiner Seite eingebettet ist, aber nichts rendert, liegt es fast immer an der Origin-Prüfung. Klariton liefert Inhalte nur an Domains aus, die deiner Organisation zugeordnet sind. Das ist eine Sicherheitsmaßnahme, damit dein Content nicht auf fremden Seiten eingebettet werden kann.

So gehst du vor:

  1. Produktions-Domain prüfen. In den Einstellungen deiner Organisation ist eine Produktions-Domain hinterlegt (z.B. naturbohne.de). Diese Domain — inklusive der www.-Variante — ist automatisch freigegeben. Stelle sicher, dass die Seite, auf der das Widget läuft, tatsächlich unter dieser Domain ausgeliefert wird.
  2. Zusätzliche Domains in die Origin-Whitelist eintragen. Läuft das Widget auf einer abweichenden Domain (Staging, ein zweiter Shop, ein abweichender Host) oder mit einem expliziten Port, trage die vollständige Origin in die erlaubten Domains deiner Organisation ein — inklusive Schema, z.B. https://staging.naturbohne.de oder https://staging.naturbohne.de:8443.
  3. HTTPS verwenden. Klariton liefert standardmäßig nur an HTTPS-Origins aus. Eine reine http://-Seite wird abgewiesen. Einzige Ausnahme ist ein explizit gelistetes http://localhost für die lokale Entwicklung.
  4. Schreibweise beachten. Die Domain wird kleingeschrieben und ohne abschließenden Schrägstrich verglichen. Ein Eintrag wie https://Shop.Naturbohne.de/ und https://shop.naturbohne.de werden intern normalisiert und matchen korrekt — du musst dich also nicht um Groß-/Kleinschreibung oder einen Trailing-Slash sorgen. Achte aber darauf, die richtige Subdomain einzutragen: shop.naturbohne.de ist nicht dasselbe wie naturbohne.de.

Best Practice: Trage jede produktive Domain, auf der ein Touchpoint laufen soll, vollständig mit https://-Prefix in die erlaubten Domains ein. Die apex-Domain und ihre www.-Variante sind automatisch dabei — alles andere (Subdomains, Staging, Ports) muss explizit gelistet werden.


(LIVE)

Eine BIQ (intern eine FAQ-Antwort-Einheit) durchläuft mehrere Lifecycle-Stufen, bevor sie für deine Endkunden sichtbar wird. Wird eine generierte oder kuratierte Antwort im Touchpoint nicht angezeigt, hängt das fast immer am Lifecycle-Status oder am Confidence-Level.

Prüfe der Reihe nach:

  1. Lifecycle-Status der BIQ. Eine BIQ wird erst dann ausgeliefert, wenn sie auf Veröffentlicht steht. Andere Stufen werden bewusst nicht im Touchpoint gezeigt:

    • Entwurf — frisch generiert, noch nicht geprüft
    • In Prüfung — von dir geprüft, wartet auf Freigabe
    • Akzeptiert — Prüfung in Ordnung, aber noch nicht veröffentlicht
    • Veröffentlicht — live im Touchpoint (das ist der Zielzustand)
    • Pausiert — temporär deaktiviert; kann erneut veröffentlicht werden
    • Abgelehnt — verworfen, terminal
    • Material-Lücke — der Pipeline fehlt Quellmaterial; hier ist eine Aktion von dir nötig (Material nachliefern)
    • Gesperrt — nach einer manuellen Bearbeitung automatisch gegen erneutes Auto-Generieren geschützt; eine gesperrte BIQ ist nicht automatisch live, prüfe ihren Veröffentlichungs-Status separat

    Steht die BIQ nicht auf Veröffentlicht, ist das mit hoher Wahrscheinlichkeit die Ursache. Veröffentliche sie aus der Kuratierung heraus.

  2. Agentic-Sichtbarkeit des Touchpoints prüfen. Jeder Touchpoint hat eine Einstellung, ob seine Inhalte zusätzlich über den Agentic-Endpunkt für KI-Crawler ausgeliefert werden (standardmäßig aktiv). Wurde der Touchpoint bewusst vom Crawler-Endpunkt ausgenommen, erscheinen die Inhalte zwar weiter im normalen Touchpoint, werden aber nicht für KI-Crawler ausgeliefert. Diese Einstellung ist also nur relevant, wenn es konkret um die Sichtbarkeit für KI-Crawler geht — nicht, wenn die BIQ im normalen Touchpoint fehlt.

  3. Confidence-Level prüfen (Zwei-Quellen-Regel). Klariton stuft jede BIQ nach Quellenlage ein:

    • Bestätigt (CONFIRMED) — durch mindestens zwei voneinander unabhängige Quellen aus deinem Wissen belegt
    • Einzelquelle (SINGLE_SOURCE) — nur eine deiner Quellen belegt die Antwort
    • Extern (EXTERNAL) — keine deiner Quellen, aber externe Daten liegen vor
    • Abgeleitet (INFERRED) — weder eigene noch externe Quelle; rein vom Modell hergeleitet

    Abgeleitete BIQs werden standardmäßig nicht ausgeliefert (Material-Nachlieferung ist Pflicht), bis du die Auslieferung in den Confidence-Einstellungen ausdrücklich erlaubst. Einzelquellen-BIQs werden je nach Einstellung ausgeliefert, ausgeblendet oder mit einem Einzelquellen-Hinweis gezeigt. Erscheint eine bestimmte BIQ nicht, prüfe, ob ihr Confidence-Level durch deine Sichtbarkeits-Einstellung blockiert wird — und ob die Zwei-Quellen-Regel für den gewünschten Bestätigt-Status erfüllt ist.

Best Practice: „Veröffentlicht ist nicht gleich generiert.” Eine frisch generierte BIQ ist zunächst ein Entwurf. Erst nach Kuratierung und ausdrücklicher Veröffentlichung wird sie für deine Endkunden sichtbar.


(LIVE)

Klariton verwaltet Übersetzungen pro BIQ und Sprache. Eine Übersetzung wird intern über zwei Merkmale beschrieben: ob sie veraltet ist (die Quell-Antwort wurde nach der Übersetzung geändert) und ihren Freigabe-Zustand (live oder wartet auf Review). Ändert sich die Quell-Antwort, wird die zugehörige Übersetzung als veraltet markiert — sie bleibt sichtbar, ist aber als nicht mehr aktuell gekennzeichnet, damit du sie gezielt auffrischen kannst.

So gehst du vor:

  1. Übersetzungs-Übersicht prüfen. In der Übersetzungs-Übersicht siehst du pro Sprache, in welchem dieser kundentauglich abgeleiteten Zustände jede Zeile ist:
    • Fehlend — für diese Sprache existiert noch keine Übersetzung
    • Aktuell — übersetzt, freigegeben (live) und nicht veraltet
    • Veraltet — die Quell-Antwort wurde geändert, die Übersetzung hängt hinterher
    • In Prüfung — wartet auf Side-by-side-Review, bevor sie live geht
  2. Wann eine Übersetzung in Review landet. Eine Übersetzung geht in den Review-Zustand, wenn sie mit einer Engine erzeugt wurde, die Review verlangt (z.B. OpenAI), wenn die Quelle nach der Übersetzung geändert wurde, oder wenn deine Organisation „immer Review” eingestellt hat. Übersetzungen mit einer EU-/DSGVO-sicheren Engine (DeepL) gehen standardmäßig direkt live.
  3. Veraltete Übersetzungen gezielt auffrischen. Nutze die Bulk-Übersetzung mit dem Filter für nur-veraltete Einträge, um alle hinterherhängenden Übersetzungen in den Zielsprachen in einem Durchgang neu erzeugen zu lassen.
  4. Fehlt eine Sprache komplett, lass die betroffenen BIQs in der gewünschten Zielsprache übersetzen und gib die geprüften Übersetzungen anschließend frei.

Best Practice: Behandle den Zustand Veraltet als Arbeitsliste, nicht als Fehler. Es ist normal, dass eine inhaltliche Änderung an der Quell-Antwort die Übersetzungen als veraltet markiert — der Filter für veraltete Einträge führt dich genau zu den Zeilen, die eine Auffrischung brauchen.


15.4 Ich habe ein Limit oder eine Obergrenze erreicht

Abschnitt betitelt „15.4 Ich habe ein Limit oder eine Obergrenze erreicht“

(LIVE)

Bestimmte Ressourcen sind durch dein Tarif-Tier begrenzt. Wenn eine Aktion mit einem Hinweis auf ein erreichtes Limit abbricht, ist die Mengen-Obergrenze deines Tarifs ausgeschöpft.

Du hast zwei Wege:

  1. Top-up — einmalig zusätzliches Kontingent hinzubuchen, ohne den Tarif dauerhaft zu wechseln. Geeignet für temporäre Spitzen.
  2. Tier-Upgrade — auf einen höheren Tarif wechseln, wenn du dauerhaft mehr Kontingent brauchst.

Best Practice: Ein einmaliger Engpass spricht für ein Top-up, ein wiederkehrender für ein Tier-Upgrade. Prüfe vor der Buchung, welche Ressource konkret limitiert ist, damit du das passende Kontingent wählst.


15.5 Die Antwort im Chat kommt aus Weltwissen statt aus meiner BIQ

Abschnitt betitelt „15.5 Die Antwort im Chat kommt aus Weltwissen statt aus meiner BIQ“

(LIVE)

Der Chat-Advisor beantwortet Fragen aus drei Quellen, in dieser Reihenfolge: zuerst eine passende kuratierte BIQ, dann dein hinterlegtes Material, und erst danach allgemeines Weltwissen. Die Auswahl ist score-basiert — es gibt keinen vorgeschalteten Entscheidungs-Schritt, der „rät”, woher die Antwort kommen soll. Greift der Advisor auf Weltwissen zurück, bedeutet das: Für die gestellte Frage gab es weder eine ausreichend passende BIQ noch passendes Material.

So steuerst du gegen:

  1. Kuratierte BIQs zum betroffenen Thema anlegen. Je präziser und vollständiger deine BIQs ein Thema abdecken, desto eher findet der Advisor eine passende, quellenbelegte Antwort, statt auf Weltwissen auszuweichen.
  2. Formulierungen abdecken. Lege BIQs auch für die Varianten an, in denen deine Endkunden tatsächlich fragen — nicht nur für die „offizielle” Formulierung.
  3. Confidence beachten. Sorge dafür, dass die relevanten BIQs auf Veröffentlicht stehen und nicht durch ihr Confidence-Level (siehe 15.2) von der Auslieferung ausgeschlossen sind. Eine perfekt passende, aber unveröffentlichte BIQ kann der Advisor nicht nutzen.

Best Practice: Weltwissen-Antworten sind ein Signal für eine Lücke in deiner Wissensbasis, kein Fehler. Behandle sie als Hinweis darauf, zu welchen Themen dir noch kuratierte BIQs fehlen.


Kontaktiere den Support, wenn du die obigen Checks durchgegangen bist und das Problem bestehen bleibt — insbesondere, wenn:

  • ein Touchpoint trotz korrekter Produktions-Domain und Origin-Whitelist nicht rendert,
  • eine BIQ auf Veröffentlicht steht und die Zwei-Quellen-/Confidence-Regeln erfüllt, aber dennoch nicht ausgeliefert wird,
  • eine Übersetzung trotz Auffrischung nicht aus dem Zustand Veraltet kommt.

Best Practice: Halte für das Ticket den Lifecycle-Status der betroffenen BIQ und deine Origin-Whitelist bereit. Mit diesen beiden Angaben kann der Support den weitaus größten Teil der Fälle ohne Rückfrage einordnen.