Zum Inhalt springen

10. Leads & Fragen-Inbox

Klariton sammelt zwei Arten von Endkunden-Input automatisch ein und macht sie für dich nutzbar: Fragen, die Besucher an deinen Touchpoints stellen, und Leads, also konkrete Anfragen mit Kontaktwunsch. Beides läuft über zwei getrennte Bereiche im Studio — die Fragen-Inbox und die Lead-Inbox. Diese Sektion zeigt dir, wie du beide sichtest, verarbeitest und in besseren Content zurückspielst.

Der Grundgedanke: Jede Frage, die ein Besucher stellt, wird aus deinen Produktdaten und deiner Wissensbasis beantwortet — und gesammelt. Häufig gestellte Fragen machst du zu kuratierten BIQs, sodass der nächste Besucher die Antwort sofort sieht, ohne dass die KI sie neu erzeugen muss. Aus einem reaktiven Frage-Antwort-Spiel wird so eine wachsende, geprüfte Wissensbasis.

Die Fragen-Inbox (im Studio unter „Customer-Insights → Fragen-Inbox”) sammelt alle Fragen, die deine Nutzer an deinen Touchpoints gestellt haben — unabhängig davon, woher die Antwort kam:

  • aus einer bestehenden BIQ (BIQ-Match),
  • aus deinem hinterlegten Material (Material-RAG),
  • aus dem allgemeinen Weltwissen des Modells, oder
  • als aktive Produktempfehlung aus deinem Katalog.

So siehst du schwarz auf weiß, was deine Kunden wirklich wissen wollen — auch die Fragen, für die du noch keine kuratierte Antwort hast.

  1. Liste sichten. Jede Zeile zeigt die Original-Frage, die KI-Antwort-Vorschau, die Antwort-Quelle (BIQ, Material, Weltwissen, Produkt) und — falls bekannt — die zugeordnete Persona und den Touchpoint. Fragen, die im betrachteten Zeitfenster wortgleich mehrfach gestellt wurden, tragen ein Häufigkeits-Badge („8× gefragt”). (Das Badge zählt exakt gleiche Formulierungen; semantisch ähnliche Varianten bündelt erst die aggregierte Ansicht.)
  2. Filtern. Grenze nach Status (Offen / Promotet / Verworfen), Touchpoint, Persona, Antwort-Quelle und Zeitraum (z.B. 7 / 30 / 90 Tage) ein.
  3. Ansicht wählen. „Einzelfragen” zeigt jede Frage einzeln. „Aggregiert” bündelt semantisch ähnliche Formulierungen zu Gruppen — über einen einstellbaren Aggregations-Threshold (enger = nur sehr ähnliche Fragen zusammen, lockerer = mehr Varianten pro Gruppe). So erkennst du Themen-Cluster statt einzelner Wortlaute.
  4. Detail öffnen. Im Detail siehst du die Frage und die KI-Antwort dieses Gesprächs-Turns, die Antwort-Quelle, das Confidence-Level der Antwort, Touchpoint, Persona, Sprache und das User-Feedback („hilfreich” / „nicht hilfreich”), sofern abgegeben.
  5. Entscheiden. Pro Frage stehen dir drei Wege offen:
    • Zur BIQ promoten — macht aus der Frage eine kuratierte BIQ an ihrem Touchpoint (siehe unten).
    • Archivieren — für irrelevante oder einmalige Fragen.
    • Wieder öffnen — holt eine erledigte oder archivierte Frage zurück in die Bearbeitung.

Beim Promoten erstellt Klariton aus der eingegangenen Frage eine neue BIQ am zugehörigen Touchpoint. Den vorgeschlagenen Antwort-Text kannst du vor dem Erstellen anpassen. Über den Schalter „Antwort sofort veröffentlichen” entscheidest du, ob die BIQ direkt live geht oder zunächst in die Review-/Freigabe-Schleife wandert.

Wenn du in der aggregierten Ansicht arbeitest, kannst du eine ganze Gruppe ähnlicher Fragen auf einmal promoten: Klariton legt dann eine BIQ an und verlinkt alle Varianten darauf — am häufigsten genutzten Touchpoint der Gruppe, mit der häufigsten Formulierung als Ausgangsvorschlag.

Hinweis: Eine Frage lässt sich nur promoten, wenn sie an einem Touchpoint hängt. Fragen ohne Touchpoint-Bezug kannst du archivieren, aber nicht direkt zur BIQ machen.

Jede Frage trägt genau einen von drei Stati:

StatusBedeutung
OffenNoch nicht bearbeitet — wartet auf deine Sichtung.
PromotetWurde zu einer BIQ gemacht.
Verworfen / ArchiviertAls irrelevant beiseitegelegt.

Die Kennzahlen-Leiste oben zeigt dir Fragen gesamt, Offen, Promotet und Verworfen für das gewählte Zeitfenster. Ein „Top-Frage diese Woche”-Banner hebt die meistgestellte offene Frage hervor und bietet direkten Promote-Zugriff.

Best Practice: Sichte die Fragen-Inbox regelmäßig (z.B. wöchentlich) und arbeite die aggregierte Ansicht von oben nach unten ab. Themen-Cluster mit hoher Häufigkeit sind die besten Kandidaten für neue kuratierte BIQs — jede promotete Gruppe entlastet die Live-Antwort und hebt die Antwort-Qualität, weil der nächste Besucher eine geprüfte Antwort statt einer neu erzeugten sieht.

Während die Fragen-Inbox jede gestellte Frage sammelt, bündelt die Lead-Inbox (im Studio unter „Leads”) die Anfragen mit Kontaktwunsch — also Endkunden, die über einen FAQ-, Chat-Advisor- oder Infobox-CTA aktiv den Kontakt zu dir gesucht haben.

Aktueller Stand: Die Lead-Inbox liefert dir bereits die vollständige Übersicht und das Detail jedes Leads (read-only). Das Bearbeiten aus dem Studio heraus — Status weiterschalten, interne Notizen schreiben, Antworten hinterlegen oder versenden — ist in Arbeit und wird in einem Folge-Schritt freigeschaltet. Wo das gilt, ist es unten mit (BALD) markiert.

So arbeitest du mit der Lead-Inbox (LIVE — Ansicht)

Abschnitt betitelt „So arbeitest du mit der Lead-Inbox (LIVE — Ansicht)“
  1. Übersicht prüfen. Die KPI-Leiste zeigt dir die Verteilung über die Lebenszyklus-Stati (Offen, Kontaktiert, Qualifiziert, Gewonnen, Verloren) und die Conversion-Rate (Anteil Gewonnen an Gewonnen + Verloren; sie wird über die aktiven, nicht-archivierten Leads gerechnet und ist leer, solange es keine abgeschlossenen Leads gibt).
  2. Filtern und suchen. Per Volltextsuche (E-Mail, Name, Anfrage-Inhalt) sowie nach Status, Persona und Touchpoint. Über „Archiv anzeigen” blendest du archivierte Leads ein — das Archiv ist getrennt vom Lebenszyklus-Status (ein Lead kann in jedem Status archiviert werden).
  3. Lead öffnen. Das Detail zeigt:
    • Kontakt — die übermittelten Kontaktdaten aus dem Lead-Formular (Name, E-Mail, Telefon, sofern übergeben).
    • Nachricht — die ursprüngliche Anfrage des Endkunden.
    • Herkunft — der Quell-Touchpoint und der Zeitpunkt des Eingangs.
    • Persona-Match — die zugeordnete Persona samt Persona-Score und Confidence-Level (siehe Klassifikation unten).
    • Notizen & Antworten — bereits hinterlegte interne Notizen und dokumentierte Antworten zum Lead.

Der bearbeitende Teil der Lead-Inbox ist noch nicht freigeschaltet. Geplant und in Arbeit:

  • Status pflegen — den Lead durch die fünf Lebenszyklus-Stufen bewegen: Offen → Kontaktiert → Qualifiziert → Gewonnen / Verloren.
  • Interne Notizen (nur für dein Team sichtbar) hinterlegen.
  • Antworten dokumentieren — als Verlaufs-Eintrag am Lead.

Bis dahin ist die Lead-Inbox eine reine Lese-Ansicht.

Jeder Lead wird automatisch einer Persona zugeordnet (Best-Match) und bekommt zwei Werte:

  • Persona-Score (0–1) — wie eindeutig die Persona-Zuordnung ist.
  • Confidence-Level — abgeleitet aus dem Persona-Score: HOCH (Score ≥ 0,75), MITTEL (≥ 0,5 und < 0,75) oder NIEDRIG (< 0,5).

Diese Werte sind eine Zuordnungs-Konfidenz, kein Kauf- oder Qualitäts-Score. Sie sagen dir, wie sicher Klariton bei der Persona-Einordnung ist — nicht, wie „heiß” ein Lead ist. Die qualitative Bewertung (Qualifiziert / Gewonnen / Verloren) triffst und pflegst du selbst über den Status, sobald die Status-Pflege freigeschaltet ist.

Antworten am Lead werden im Detail als Verlauf dargestellt. Das Anlegen einer Antwort aus dem Studio heraus und der automatische E-Mail-Versand sind noch nicht aktiv — bereits vorhandene Antworten tragen den Status „MOCK” (dokumentiert, nicht versendet). Der eigentliche Versand erfolgt derzeit über deinen gewohnten Kanal; echter Versand aus dem Studio ist geplant.

Best Practice (sobald die Status-Pflege live ist): Halte den Lead-Status diszipliniert aktuell — die Conversion-Rate ist nur so aussagekräftig wie deine Pflege der „Gewonnen”- und „Verloren”-Markierungen. Nutze interne Notizen, um Kontext für dein Team festzuhalten.

10.3 Zusammenspiel — vom Endkunden-Input zu besserem Content

Abschnitt betitelt „10.3 Zusammenspiel — vom Endkunden-Input zu besserem Content“

Beide Inboxen schließen denselben Kreis, aus zwei Richtungen:

  • Die Fragen-Inbox zeigt dir, was deine Kunden wissen wollen → daraus baust du neue kuratierte BIQs.
  • Die Lead-Inbox zeigt dir, wer konkret bei dir anfragt → daraus wird Vertrieb mit vollem Kontext.

Beides speist dieselbe Kern-Idee: Endkunden-Input wird nicht einmalig beantwortet und vergessen, sondern gesammelt, wiederverwendet und in geprüfte Antworten überführt — sodass jede Frage deine Wissensbasis ein Stück besser macht.