4. BIQs generieren & kuratieren
Eine BIQ (Beratungs-Antwort) ist die kleinste Antwort-Einheit in Klariton: eine konkrete Endkunden-Frage plus eine quellenbelegte Antwort. Dieser Schritt ist das Herzstück der Plattform — hier entsteht aus Ihrer Wissensbasis und Ihren Personas der Content, den die Touchpoints später ausspielen. Sie laufen dabei zwei Phasen durch: Generieren (Klariton recherchiert Fragen und entwirft Antworten) und Kuratieren (Sie prüfen, verifizieren und geben frei).
Diese Trennung ist Absicht. Klariton generiert nie blind in die Öffentlichkeit. Jede BIQ trägt ein Confidence-Level und durchläuft einen Lifecycle, an dessen Ende eine bewusste Freigabe durch Sie steht.
So entstehen BIQs: das Research-Tool (LIVE)
Abschnitt betitelt „So entstehen BIQs: das Research-Tool (LIVE)“Den Ausgangspunkt liefert das Research-Tool. Es recherchiert die häufigsten Fragen, die im Netz zu Ihrem Produkt gestellt werden, und nutzt sie als Grundlage für die zu beantwortenden Fragen. Statt dass Sie raten, welche Fragen Ihre Kunden umtreiben, beginnt Klariton mit echten Suchanfragen aus dem Markt.
Für die Antworten setzt Klariton auf Multi-Source-Grounding: Jede Antwort wird gegen mehrere Quellen abgeglichen — Ihre eigenen Materialien (Wissensbasis) und externe Belege. Aus diesem Abgleich ergibt sich für jede BIQ ein Confidence-Level, das transparent macht, worauf die Antwort beruht.
Die vier Confidence-Level
Abschnitt betitelt „Die vier Confidence-Level“Klariton berechnet das Confidence-Level regelbasiert aus der Anzahl unterschiedlicher Quellen — von hoch nach niedrig:
| Level | Bedeutung |
|---|---|
| CONFIRMED | Mehrere eigene Kundenquellen belegen die Antwort (ab einer einstellbaren Schwelle, standardmäßig zwei). Höchste Vertrauensstufe. |
| SINGLE_SOURCE | Genau eine eigene Quelle. Belegt, aber nicht mehrfach abgesichert. |
| EXTERNAL | Keine eigene Quelle, aber externe Belege (z. B. aus der Web-Recherche) liegen vor. |
| INFERRED | Weder eigene noch externe Quelle — die Antwort ist eine reine Schlussfolgerung der KI. |
Best Practice: Behandeln Sie das Confidence-Level als Qualitätssignal, nicht als Nebeninformation. CONFIRMED-BIQs können Sie zügig freigeben; INFERRED-BIQs gehören auf den Prüfstand (siehe unten).
Die Veröffentlichungs-Regel (LIVE)
Abschnitt betitelt „Die Veröffentlichungs-Regel (LIVE)“Eine zentrale Schutzregel: Nur Antworten, die mit ausreichend eigenen Quellen belegt sind (CONFIRMED), werden ohne Vorbehalt publiziert. Damit stellt Klariton sicher, dass öffentlich ausgespielte Antworten mehrfach belegt sind und nicht auf einer einzelnen, möglicherweise fehlerhaften Aussage beruhen. Die Schwelle, ab wann eine BIQ als CONFIRMED gilt, ist einstellbar — der Standardwert sind zwei unterschiedliche eigene Quellen.
INFERRED-BIQs werden standardmäßig nicht publiziert. Da ihnen jede Quelle fehlt, sind sie als reine KI-Schlussfolgerung im Standardverhalten blockiert, bis Sie passendes Material nachliefern oder die Freigabe bewusst über eine Bestätigung erzwingen. Das ist Ihr Schutz davor, dass unbelegte Behauptungen ungeprüft auf Ihre Touchpoints gelangen. (Dieses Verhalten ist konfigurierbar — der harte Block ist die empfohlene Voreinstellung.)
Generierungs-Pfade
Abschnitt betitelt „Generierungs-Pfade“Klariton bietet mehrere Wege, BIQs zu erzeugen — abhängig davon, wie persona-genau und wie tief die Antworten sein sollen:
- Default — die Standard-Generierung. Schnell und für die meisten Fragen ausreichend.
- Persona-aware (LIVE) — die Generierung berücksichtigt Ihre definierten Personas und formuliert Antworten passend zur jeweiligen Zielgruppe.
- Premium / Multi-Agent (LIVE) — mehrere KI-Agenten arbeiten an einer Antwort zusammen (Recherche, Entwurf, Kritik, Politur), für anspruchsvollere oder mehrdeutige Fragen. Aufwändiger, dafür gründlicher.
Best Practice: Starten Sie mit dem Default- oder Persona-aware-Pfad für den Großteil Ihrer Fragen und heben Sie den Premium-Multi-Agent-Pfad für die Fragen auf, bei denen Differenzierung und Tiefe den Unterschied machen.
Kuratieren: die Curation-Workbench (LIVE)
Abschnitt betitelt „Kuratieren: die Curation-Workbench (LIVE)“Nach der Generierung landen die BIQs in der Curation-Workbench. Hier prüfen Sie jede BIQ, verifizieren sie als Studio-User und geben sie frei. Curation ist kein optionaler Zwischenschritt, sondern der Punkt, an dem Sie die Verantwortung für den Content übernehmen.
In der Workbench:
- Prüfen — Sie lesen Frage und Antwort, kontrollieren das Confidence-Level und die zugrundeliegenden Quellen.
- Verifizieren — Sie bestätigen als Studio-User, dass die Antwort fachlich korrekt und im Sinne Ihrer Marke ist.
- Publishen — Sie geben die BIQ frei, sodass sie in den Touchpoints ausgespielt wird.
Der Lifecycle einer BIQ
Abschnitt betitelt „Der Lifecycle einer BIQ“Jede BIQ durchläuft definierte Zustände:
PENDING_REVIEW → ACCEPTED → PUBLISHED → LOCKED| Status | Bedeutung |
|---|---|
| PENDING_REVIEW | Die BIQ wartet auf Ihre Prüfung. Frisch aus der Pipeline. |
| ACCEPTED | Sie haben die BIQ geprüft und für die Veröffentlichung freigegeben. |
| PUBLISHED | Die BIQ ist live und wird über die Touchpoints ausgespielt. |
| LOCKED | Die BIQ ist gegen automatische Neu-Generierung geschützt — etwa nachdem Sie sie manuell bearbeitet haben. |
Best Practice: Lassen Sie keine BIQs unentschieden im Status PENDING_REVIEW hängen. Solange offene Reviews existieren, ist Ihr Content-Set unvollständig — und in geführten Abläufen kann eine offene Prüfung den nächsten Schritt blockieren. Arbeiten Sie die Review-Queue konsequent leer.
SafeGuard: der Qualitäts-Monitor (LIVE)
Abschnitt betitelt „SafeGuard: der Qualitäts-Monitor (LIVE)“Parallel zur Kuratierung läuft SafeGuard, Klaritons Qualitäts-Monitor. SafeGuard prüft Ihre veröffentlichten und in Prüfung befindlichen BIQs auf zwei Arten von Befunden:
- Claim-Drift — Aussagen in einer Antwort, die durch Ihre eigenen Produktdaten nicht belegt sind oder ihnen widersprechen.
- Framing-Drift — Antworten, die gegen Ihre eigenen aktiven Stil- und Verhaltens-Regeln (Ihre hinterlegten BIQ-Voice-Regeln) verstoßen.
SafeGuard erkennt also Widersprüche und Drift innerhalb Ihrer eigenen Produktdaten und schlägt Korrekturen vor. Wichtig zu verstehen, was SafeGuard ist — und was nicht:
- SafeGuard ist Diagnose und Triage: Es deckt Risiken auf und macht Korrekturvorschläge.
- SafeGuard ist kein Auto-Gate: Es blockiert nichts automatisch, ändert keine Antworten von selbst und greift nicht in die Freigabe ein. Die Entscheidung bleibt bei Ihnen.
- SafeGuard deckt Risiken auf — es ist ausdrücklich keine Garantie gegen Abmahnungen oder rechtliche Beanstandungen. Es ersetzt keine fachliche oder juristische Prüfung.
Best Practice: Arbeiten Sie SafeGuard-Findings vor dem Go-Live ab. Behandeln Sie jeden Befund als Hinweis, dem Sie nachgehen — nicht als Fehlalarm, den Sie wegklicken.
Best Practice: Wenn Sie aufgrund eines Findings eine Antwort korrigieren, prüfen Sie bei mehrsprachigem Betrieb alle Locales. Eine Korrektur an der deutschen Antwort muss in die Übersetzungen nachgezogen werden — sonst läuft eine Sprachversion mit der alten, fehlerhaften Aussage weiter.