8. Mehrsprachigkeit
Du betreibst deinen Shop oder dein SaaS in mehreren Sprachmärkten? Klariton übersetzt deine BIQs (deine geprüften Frage-Antwort-Einheiten), hält die Übersetzungen mit dem Original synchron und spielt sie sprachgetrennt in deine Touchpoints aus. Dieser Abschnitt zeigt, wie du Übersetzungen einrichtest, die Markensprache konsistent hältst und veraltete Übersetzungen nachziehst.
Wie Mehrsprachigkeit in Klariton funktioniert
Abschnitt betitelt „Wie Mehrsprachigkeit in Klariton funktioniert“Klariton übersetzt nicht den ganzen Shop, sondern die Antwort-Schicht darüber: Jeder BIQ existiert in einer Quell-Sprache (der Sprache, in der er erstellt und kuratiert wurde) und kann in beliebige Ziel-Sprachen übersetzt werden. Das Original bleibt die Wahrheit — die Übersetzung ist eine abgeleitete Fassung, die automatisch nachgezogen wird, wenn sich das Original ändert.
Drei Bausteine greifen ineinander:
- Übersetzungs-Engine — übersetzt den Text. Du wählst zwischen DeepL und OpenAI.
- Glossar — eine Liste von Begriffen (Marken, Produktnamen, Modell-Codes, Fachbegriffe), die in der Übersetzung unangetastet bleiben oder eine feste Übersetzung bekommen. So bleibt deine Markensprache über alle Sprachen hinweg konsistent.
- Stale-Detection — erkennt automatisch, wenn sich ein Original-BIQ ändert, und markiert die zugehörigen Übersetzungen als veraltet, damit sie neu übersetzt werden.
Die Sprach-Einstellungen findest du im Bereich Übersetzungen; das Glossar verwaltest du im gleichnamigen Bereich Glossary.
Übersetzungs-Engine wählen (LIVE)
Abschnitt betitelt „Übersetzungs-Engine wählen (LIVE)“Klariton unterstützt zwei Engines. Du legst die Engine pro Organisation fest.
DeepL ist der Standard und für die meisten Fälle die empfohlene Wahl: EU-Hosting, DSGVO-konform, hohe Übersetzungsqualität bei Marketing- und Produkttexten. Du kannst DeepL in zwei Varianten betreiben:
- Klariton-managed — Klariton stellt den Zugang bereit (im jeweiligen Tarif inklusive), du musst keinen eigenen Schlüssel hinterlegen.
- Bring your own Key (BYO) — du hinterlegst deinen eigenen DeepL-API-Key. Der Schlüssel wird verschlüsselt gespeichert und kann jederzeit wieder gelöscht werden.
OpenAI (gpt-4o-mini) ist als Alternative verfügbar, aber opt-in mit ausdrücklichem Datenschutz-Hinweis: OpenAI verarbeitet die Übersetzungs-Inhalte auf US-Servern, die Inhalte verlassen also die EU. Bevor du OpenAI aktivierst, bestätigst du diesen Hinweis aktiv in einem Dialog; ein Auftragsverarbeitungs-Vertrag (DPA) mit OpenAI wird vorausgesetzt. Ohne diese Bestätigung bleibt der Engine-Wechsel blockiert.
Best Practice: Bleib bei DeepL, solange du keinen konkreten Grund für OpenAI hast — EU-Hosting erspart dir die DSGVO-Abwägung und ist für Produkt- und Service-Antworten meist die qualitativ stärkere Wahl. Wenn DeepL für deinen Tarif inklusive ist, brauchst du keinen eigenen Key; ein BYO-Key lohnt sich erst bei hohem Volumen oder eigenem DeepL-Vertrag.
So richtest du die Engine ein
Abschnitt betitelt „So richtest du die Engine ein“- Öffne den Bereich Übersetzungen.
- Wähle unter Übersetzungs-Engine zwischen DeepL und OpenAI. (Bei OpenAI erscheint der DSGVO-Bestätigungs-Dialog — bestätige ihn, wenn du fortfahren willst.)
- Lege bei DeepL die API-Key-Strategie fest: Klariton-managed oder Bring your own Key. Bei BYO trägst du deinen DeepL-API-Key ein und speicherst ihn verschlüsselt.
- Speichere die Einstellungen.
Ziel-Sprachen festlegen (LIVE)
Abschnitt betitelt „Ziel-Sprachen festlegen (LIVE)“Unter Ziel-Sprachen wählst du, in welche Sprachen deine BIQs übersetzt werden sollen. Englisch ist der Pilot-Standard. Nach dem Übersetzen stehen die Antworten sprachgetrennt zur Verfügung und werden im passenden Sprach-Touchpoint ausgespielt.
Wie viele Ziel-Sprachen du gleichzeitig pflegen kannst, hängt vom Tarif ab: niedrigere Tarife sind auf eine Sprache begrenzt, ab dem Growth-Bereich stehen mehrere Sprachen zur Verfügung, im Pro-Bereich ist die Anzahl nicht begrenzt.
Markenbegriffe konsistent halten: das Glossar (LIVE)
Abschnitt betitelt „Markenbegriffe konsistent halten: das Glossar (LIVE)“Das Glossar steuert, welche Begriffe in Übersetzungen verbatim bleiben (z. B. dein Markenname, Produktnamen, Modell-Codes) oder welche eine feste Übersetzung bekommen. Das Glossar wird automatisch in die DeepL-Glossar-Funktion bzw. in den OpenAI-Prompt eingespeist — du musst es nur pflegen.
Es gibt zwei Quellen:
- Automatisch (Auto-Glossar): Klariton kann ein Glossar automatisch aus deinen Produktdaten erzeugen (Auto-Build aus Shopify-Daten). So landen Marken- und Produktbegriffe ohne Handarbeit im Glossar. Sobald du einen automatisch erzeugten Eintrag selbst bearbeitest, wird er gelockt — ein erneuter Auto-Build überschreibt deine Änderung dann nicht.
- Manuell: Du legst eigene Begriffe an, mit Kategorie (Marke, Produkt, Modell-Code, Fach-Begriff, Andere), Quell-Sprache (BCP-47), der Option „Nicht übersetzen (verbatim lassen)” und optionalen Übersetzungs-Overrides pro Sprache. Manuelle Terms lassen sich auch per CSV importieren und exportieren.
Best Practice: Bau das Glossar früh auf — am besten direkt nach dem Anlegen deiner Wissensbasis und vor der ersten großen Übersetzungs-Welle. Starte mit dem Auto-Build aus deinen Produktdaten und ergänze manuell die Begriffe, die eine feste Übersetzung brauchen (z. B. ein Fachbegriff, der in deiner Branche anders heißt als die wörtliche Übersetzung). Ein gepflegtes Glossar verhindert, dass dein Markenname oder Modell-Codes „mitübersetzt” werden.
Veraltete Übersetzungen erkennen und nachziehen: Stale-Detection (LIVE)
Abschnitt betitelt „Veraltete Übersetzungen erkennen und nachziehen: Stale-Detection (LIVE)“Übersetzungen sind nur so aktuell wie ihr Original. Klariton hält das automatisch im Blick: Ändert sich ein BIQ in der Quell-Sprache — etwa durch eine Kuratierungs-Korrektur oder eine SafeGuard-Bereinigung — werden alle zugehörigen Übersetzungen automatisch als veraltet markiert. Du erkennst das an einem entsprechenden Hinweis bzw. einem „veraltet”-Badge an der betroffenen Übersetzung.
Markierte Übersetzungen können neu übersetzt werden, sodass sie wieder zum aktuellen Original passen. Damit kann dir keine Übersetzung „stillschweigend” auseinanderlaufen, während du nur am Original arbeitest.
Best Practice: Mach es zur Routine: Nach jeder größeren Original-Korrektur oder SafeGuard-Bereinigung gehst du einmal über die als veraltet markierten Übersetzungen und ziehst sie nach. So bleibt die Aussage in allen Sprachen identisch — gerade bei rechtlich oder fachlich heiklen Antworten (z. B. Inhaltsstoffe, Garantie, Kompatibilität) ist das wichtig.
Übersetzungs-Budget im Griff behalten (LIVE)
Abschnitt betitelt „Übersetzungs-Budget im Griff behalten (LIVE)“Im Klariton-managed-Betrieb kannst du ein monatliches Budget-Limit für Übersetzungen setzen. Ist das Limit erreicht, werden neue Übersetzungs-Jobs abgewiesen — ein Schutz vor unerwarteten Kosten. Das Limit wird über einen monatlichen Job zu Monatsbeginn zurückgesetzt; der aktuelle Verbrauch wird dir samt Reset-Datum angezeigt.
Die Kosten hängen von der Engine ab: Bei DeepL liegen sie größenordnungsmäßig meist deutlich unter einem Cent pro 1.000 Zeichen, bei OpenAI werden sie token-basiert abgerechnet.
Best Practice: Setz das Limit bewusst etwas über deinem erwarteten Monatsbedarf an, damit eine große Re-Übersetzungs-Welle (z. B. nach vielen Original-Korrekturen) nicht mitten drin abgewiesen wird. Wenn du einen eigenen DeepL-Key (BYO) nutzt, rechnest du direkt über DeepL ab — das Klariton-Budget-Limit ist dann vor allem für die managed-Variante relevant.
Sprachgerechte Ausspielung: hreflang & Multi-Locale-Touchpoints
Abschnitt betitelt „Sprachgerechte Ausspielung: hreflang & Multi-Locale-Touchpoints“Damit Suchmaschinen und KI-Crawler die richtige Sprachfassung deiner Inhalte zuordnen, setzt Klariton hreflang-Auszeichnungen.
hreflang / x-default (LIVE)
Abschnitt betitelt „hreflang / x-default (LIVE)“In den Übersetzungs-Einstellungen legst du die x-default-Sprache fest — also welche Sprachfassung der hreflang="x-default"-Eintrag adressiert. Lässt du das Feld leer, fällt Klariton automatisch auf die Quell-Sprache deiner Organisation zurück. Willst du internationale Crawler primär auf eine bestimmte Sprachfassung lenken (z. B. auf Englisch), wählst du diese hier aus.
Multi-Locale-Touchpoints (LIVE — ab Growth)
Abschnitt betitelt „Multi-Locale-Touchpoints (LIVE — ab Growth)“Mehrere Sprachfassungen desselben Touchpoints (Multi-Locale-Touchpoints) sind ab dem Growth-Bereich verfügbar. Damit kannst du denselben Touchpoint in mehreren Sprachen ausspielen, statt pro Sprache einen separaten Touchpoint pflegen zu müssen. In niedrigeren Tarifen übersetzt du deine BIQs weiterhin, die mehrsprachige Touchpoint-Ausspielung ist dann jedoch eingeschränkt.
Best Practice: Setz die x-default-Sprache auf die Sprache, in der die meisten deiner Inhalte gepflegt und am vollständigsten sind — das ist in der Regel deine Quell-Sprache. So bekommen Crawler ohne eindeutige Sprachpräferenz immer deine stärkste Fassung. Wenn du das Feld leer lässt, übernimmt Klariton automatisch deine Quell-Sprache.
Empfohlene Reihenfolge
Abschnitt betitelt „Empfohlene Reihenfolge“- Engine wählen (DeepL EU als Standard).
- Glossar früh aufbauen — Auto-Build aus Produktdaten, dann manuell ergänzen.
- Ziel-Sprachen festlegen und BIQs übersetzen.
- hreflang / x-default setzen, Multi-Locale-Ausspielung einrichten (sofern dein Tarif sie freischaltet — ab Growth).
- Budget-Limit setzen (managed-Betrieb).
- Laufend: nach jeder Original- oder SafeGuard-Korrektur die als veraltet markierten Übersetzungen nachziehen.